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20. august 2010, vorbereitung spanienrundfahrt
Liebe Fans
Vom 04.08 - 08.08.2010 war ich an der Burgos-Rundfahrt (ESP) engagiert, ein mehrtätiges Etappenrennen (2.HC) in Spanien und wie der Name schon ahnen lässt, in der Umgebung der Stadt Burgos. Das Rennen gilt bei den kleineren Rundfahrten als ein hartes Rennen, was ich klar bestätigen kann. Obwohl ich seit der Tour de Suisse wenig Rennen mehr gefahren bin, konnte ich die Form glücklicherweise und dank striktem Training behalten. Die Vorbereitungen auf das Bergrennen im Tessin halfen mir zusätzlich und daher lief es mir an der Burgos auch von Anfang an gut. Die erste Etappe endete mit einem Massensprint und ich nutzte diese, um den Rhythmus wieder zu finden. Am nächsten Tag schon auf der 2. Etappe ging es die Berge hoch und mit meinem 7. Platz und nur 9 Sekunden Rückstand platzierte ich mich für die folgenden Tage ganz gut. Das Mannschaftszeitfahren am dritten Tag, an dem wir mit Liquigas-Doimo den 2. Rang herausfuhren, brachte mich schliesslich in die noch bessere Ausgangslage – ich lag vor den letzten zwei Etappen auf dem dritten Gesamtrang, hinter Gianpaolo Caruso vom Team Katusha) und José Iván Gutiérrez von Caisse d'Epargne. Die sehr schwere Königsetappe wirbelte das Klassement schliesslich nochmals um. Zwar konnte ich mit einem guten 6. Rang Gutiérrez und Caruso überholen, jedoch waren noch andere schneller den Berg hochgefahren, unter anderem Samuel Sanchéz, der auch gleichzeitig die Tour für sich entschied. Mit meinem 4. Gesamtrang bin ich sehr zufrieden und für den restlichen Verlauf der Saison zuversichtlich. Nun schauen wir nach vorne und am nächsten Samstag geht es weiter mit dem Eintagesrennen Trofeo Melinda, das 1910 zum ersten Mal unter dem Namen Giro dell'Umbria ausgetragen wurde. Ich kenne das Rennen von früheren Jahren gut und fühle mich auch vorbereitet und motiviert, denn vor zwei Tagen erhielt ich von meiner Mannschaft den Zuschlag für die diesjährige Spanienrundfahrt. Diese beginnt am Samstag 28. August in Sevilla. Dieses Jahr feiert die Vuelta das 75-jährige Bestehen und steht darum im ganz besonderen Zeichen. Die Rundfahrt dauert 21 Etappen mit durchschnittlich 170Km, da wartet ein hartes Stück Arbeit, die aber mit Freude meinerseits geradelt werden. Zur Rundfahrt und näheren Zielen melde ich mich zu einem späteren Zeitpunkt wieder.
LATEST NEWS:
Aufgebot zur Weltmeisterschaften mit der Nationalmannschaft
Gestern habe ich von Swiss Cycling das Aufgebot zur WM in Australien erhalten. Es freut mich sehr, die Schweiz an diesem grossartigen Event wieder vertreten zu können. Alles Gute!
Oliver
15. juli 2010, trainingslager
ciao a tutti
nach längerer abwesenheit melde ich mich wieder mit ein paar news meinerseits. die tour de suisse vom 12.06 bis 20.06.2010 war auch in diesem jahr ein tolles erlebnis. die zuschauer am strassenrand waren neben der allgemeinen sport euphorie wegen der fussball wm auch an der tour begeistert. im grossen und ganzen bin ich mit dem 13. gesamtrang zufrieden. ich freue mich ab er bereits jetzt, im nächsten jahr wieder durch die schweiz zu fahren. die strecke verheisst wieder eine spannende tour auch im 2011. nach der tour de suisse benötigte ich erstmals ein paar tage ruhe. die strapazen, welche vor allem durch das schlechte wetter geprägt waren, zehrten an den kräften. durch ein paar tage lockeres training und ruhe habe ich mich sehr schnell wieder erholen können. mein formstand zeigte mit jedem tag an der tour weiter nach oben. in dieser phase nach dem rennen war mir wichtig, die form noch weiter auszubauen, denn am 11. juli stand ein wichtiges rennen an. An diesem tag war ich im tessin engagiert, an der roré-laura. das ist ein alljährliches bergrennen in meiner wahlheimat dem tessin. an diesem bergrennen galt es eine 11km lange strecke mit einer durchschnittlichen steigung von 11% zu bewältigen. vor vier jahren im 2006 habe ich dieses rennen gewonnen und einen neuen streckenrekord aufgestellt (35min 38sek). Mit meiner derzeitigen form gab es für mich nur ein ziel: das rennen zu gewinnen und einen neuen rekord aufzustellen! Aus diesem grund habe ich mich speziell auf das bergrennen vorbereitet und am 11. juli habe ich dann auch sämtliche konkurrenz hinter mit gelassen und meinen eigenen streckenrekord um 1 min 30 sek unterboten – herrlich! die ganzen fans und die gute stimmung haben mich wortwörtlich den berg hochgetragen. dieser sieg im tessin freut mich natürlich besonders, denn das rennen ist ausserordentlich gut organisiert und es macht immer wieder spass, den berg hochzufahren…aktuell befinde ich mich wieder mit meiner mannschaft liquigas-doimo auf dem passo san pellegrino in italien. jetzt geht es darum, die zweite saisonhälfte vorzubereiten. es sind sämtliche teammitglieder da, ausser derjenigen, die an einem rennen sind. ich freue mich auf die kommenden rennen ab august, um auch in der zweiten saisonhälte nocheinmal gas zu geben.
einen kühlen gruss von der passhöhe in die schwitzende schweiz!
Oliver
21. juni 2010, nach der tour de suisse
hallo liebe fans
auf der 8. etappe kam gegen den schluss nochmals richtig spannung rein. vor allem die saxo bank vertreter griffen auf der coupierten schlussstrecke den gesamtlieder gesink heftig an. ich fühlte mich auch in dieser etappe recht gut und war ständig aufmerksam. im sprint der noch übrig gebliebenen gruppe in liestal war ich vorne dabei und klassierte mich so in dieser etappe auf dem 12. rang. sobald das rennen vorbei war, konzentrierte ich mich bereits auf das zeitfahren in liestal. ich wusste, dass es schwierig werden würde in den top ten zu bleiben. hinter mir waren gute zeitfahrer wie löfkvist, fuglsang, tony martin etc. klassiert. ich gab also am sonntag alles und kam mit etwas mehr als 2min. 30sek. rückstand auf platz 50. dies reichte letztendlich für den 13. gesamtrang an der diesjährigen tour de suisse. ich habe dabei gemischte gefühle. dies weil ich mein ziel, unter die top ten zu fahren, nicht ganz erreichte, auf der anderen seite aber bei der königs- und einzigen alpenetappe ganz vorne dabei war. ein, zwei bergetappen mehr und dann wäre das ziel sicher erreicht worden. dennoch erfreue ich mich meiner leistung an der diesjährigen tour de suisse und über meinen guten formstand.
nun erhohle ich mich zu hause im tessin. diese woche gibt es sicher nicht ein allzu strenges programm. ausserdem plane ich meine nächsten rennen. sobald ich mehr über mein kommendes rennprogramm weiss, werde ich dies natürlich auf der homepage veröffentlichen.
grüsse, oliver
18. juni 2010, tour de suisse 7. etappe
hallo
nun ja, auf dem weg von savognin nach wetzikon habe ich mir mehr erhofft. das rennen war von anfang an nervös und viele fahrer versuchten sich vom feld zu lösen, um in einer fluchtgruppe unterzukommen. irgendwann haben es dann 16 fahrer geschafft. diese gruppe war in ihrer zusammensetzung sehr stark. da niemand wirklich für das gesamtklassement gefährlich war, wurde relativ schnell klar, dass diese gruppe durchkommen würde. ich musste also meine pläne für einen angriff in der steigung nach betswil begraben. so verbrachten wir im feld ein ziemlich ruhiges rennen, obwohl auf den letzten 30km nochmals richtig schnell gefahren wurde.
auf der achten etappe erwartet uns wahrscheinlich eine ähnliche etappe wie die von heute. die schlussrunde wird bestimmt wieder schnell gefahren werden und man muss somit stehts vorne fahren, um das renngeschehen unter kontrolle zu haben. leider sieht das wetter nicht rosig aus, es wird nass und kalt sein. ich hoffe auf ein paar trockene und vielleicht sogar sonnige abschnitte:).
gruss aus wetzikon, oliver
17. juni 2010, tour de suisse 6. etappe
ciao a tutti
die königsetappe der tour de suisse war sehr hart. über die drei pässe susten, oberalp und albula ging es schliesslich hinunter nach la punt. 4800 höhenmeter sind eine ganze menge. nach vorwiegend schlechtem wetter schien am albula und in la punt sogar noch die sonne.
ich bin recht zufrieden mit dem verlauf der etappe. am anfang des albulapasses fühlte ich mich noch nicht sehr gut. doch je länger die steigung dauerte, desto besser und stärker fühlte ich mich. ca. 4km vor der passhöhe habe ich aus der verfolgergruppe, welche auf der jagt nach gesink war, angegriffen. frank schleck folgte mir und wir waren max. ca. 30 sekunden vor der gruppe mit armstrong. ich fühlte mich in dieser phase sehr stark, merkte aber, dass es mit schleck nicht richtig funktionieren würde. so kam es, dass uns die hintere gruppe kurz vor der passhöhe wieder einholte. nach der passhöhe kam ein kleiner flacher abschnitt. kreuziger und ich probierten noch einmal davonzufahren, doch es klappte nicht. so ging es in die rasante aber technisch weniger anspruchsvolle abfahrt nach la punt. dort erspurtete ich mir den 4. platz.
ich denke, dass heute noch ein wenig mehr dring gelegen wäre. aber mit dem 4. platz und dem 8. platz im gesamtklassement bin ich glücklich. morgen geht es nach wetzikon zu meinem heimatclub. ich freue mich auf diese etappe und werde im schlussteil nochmals etwas versuchen, sofern es die beine zulassen.
grüsse, oliver
15. juni 2010, tour de suisse 3. und 4. etappe
hallo
die gestrige etappe von sierre nach schwarzenburg war eine richtig schwere. am schluss ging es zu und her wie in einem klassiker. die unzähligen angriffe aus dem feld konnte ich gar nicht mehr zählen. ein angriff folgte dem andern. das machte es schwierig den überblick zu behalten. ich fühlte mich von anfang an sehr gut und fuhr stets im vorderen drittel. der letzte aufstieg 2km vor dem ziel war dann nochmals sehr schwer. an ca. vierter position fuhr ich in die steigung und ging zuerst mit tony martin mit. im ziel klassierte ich mich als 17. mit sieben sekunden rückstand auf den sieger. nach der langen rennpause merke ich, dass mir noch die letzte spritzigkeit fehlt. ich hoffe und denke aber, dass es von tag zu tag besser geht.
heute führte die etappe nach wettingen. da es nur einen einzigen ausreisser gab der sein glück versuchte und sowieso klar war, dass man diesen fahrer am schluss relativ schnell einholen würde, wurde nicht allzu schnell gefahren. in der zusatzrunde in wettingen ging dann aber nochmals die post ab. ich war aufmerksam und versuchte wiederum vorne zu fahren. dies hat zwei gründe: erstens, dass man den stürzen und dem gedränge aus dem weg gehen kann und zweitens, dass man die übersicht über das renngeschehen hat. leider gab es im schlusssprint einen bösen sturz, indem ich zum glück nicht involviert war.
ich denke, dass morgen wieder eine etwas schwerere etappe auf dem programm steht. es geht doch immer ein wenig rauf und runter. schlussendlich kommt es immer auf den rennverlauf an, ob die mannschaften das rennen schnell machen oder nicht. wir werden es sehen. ich gebe wieder mein bestes.
viele grüsse, oliver
13. juni 2010, tour de suisse 2. etappe
hallo liebe fans
die tour de suisse 2010 ist gestern gestartet worden. es begann mit einem knapp über 7km langen prolog in lugano. der prolog war speziell, da es nach dem start eine ordentliche steigung gab und danach praktisch bis ins ziel alles abfahrt war. mit meinem 61. rang und 35sek. rückstand bin ich ziemlich zufrieden, da ich ja nicht gerade bekannt bin für spitzenklassierungen im kampf gegen die uhr:-)
heute morgen gings dann nach ascona zum start zur zweiten etappe. dies war für mich natürlich ein heimspiel, da ich ganz in der nähe mit meiner familie wohne. so sah ich beim start viele bekannte gesichter und freute mich über deren besuch. wir fuhren über den simplonpass nach sierre, wobei ca. 17km vor dem ziel eine happige steigung auf uns wartete. diese wurde vom feld und von der spitzengruppe dann auch sehr schnell bewältigt. ich fühlte mich jederzeit recht gut und klassierte mich im ziel als 23.
morgen wird es wieder eine doch anspruchsvolle etappe. der col des mosses iwird überquert und am schluss geht es rauf und runter. vor allem der letzte anstieg ca. 2km vor dem ziel wird noch eine heisse angelegenheit. ich bin gespannt was für eine etappe sich morgen entwickelt.
grüsse aus sierre, oliver
7. juni 2010, passo san pellegrino
ciao
bald geht das trainingslager auf dem passo san pellegrino zu ende. ich werde in den den nächsten tagen zurück ins tessin reisen. dort verbringe ich ein, zwei tage und werde mich dann auf den weg an die tour de suisse machen. ein langer anreiseweg werde ich nicht haben, da die tour de suisse ja praktisch vor meiner haustür startet:-).
in den letzten rund zwei wochen konnte ich mich sehr gut auf die tour de suisse vorbereiten und qualitativ gute trainingseinheiten absolvieren. allen voran trainierten wir berge, was natürlich zünftig kraft gibt. je nach programm fuhren wir jeden tag vier bis sechs stunden. es gab tage, da fuhren wir sechs stunden und spuhlten rund 4000 höhenmeter ab. meistens gab es um 8 uhr frühstück und um 10 uhr war der trainingsstart. nach dem training füllten wir unsere speicher oftmals mit der altbewährten pasta. ausserdem gab es jeden nachmittag eine massage, was ich natürlich sehr genoss und den muskeln richtig gut tut.
ich denke, dass ich für die tour de suisse gut vorbereitet bin und freue mich sehr auf die rundfahrt.
saluti und bis bald, oliver
30. mai 2010, passo san pellegrino
hallo freunde
seit montag dem 24. mai bin ich auf dem passo san pellegrino in italien. ich bereite mich hier auf die tour de suisse vor, welche am 12. juni in lugano startet. praktisch unser ganzes team wird hier oben ein höhentrainingslager verbringen, einige wie ich seit letzten montag, andere kommen wiederum etwas später, da sie am giro sind oder noch andere rennen fahren. bereits letztes jahr war ich hier auf rund 2400 meter über meer und es gefällt mir sehr gut. ich werde ca. bis am 9. juni hier oben bleiben und dann sozusagen direkt an die tour de suisse gehen. ich fühle mich sehr gut, kann hier oben sehr gut berge trainieren und mich so optimal auf die rundfahrt vorbereiten. ich blicke zuversichtlich auf die tour de suisse und freue mich sehr auf die rundfahrt, da sie im tessin praktisch an meinem wohnort beginnt und über wetzikon führt, dort wo mein heimclub der rv wetzikon sein zuhause hat und ich bestimmt das eine oder andere bekannte gesicht treffen werde.
grüsse aus den bergen..oliver
5. mai 2010, 4. - 5. etappe tour de romandie
ciao
bereits ist die tour de romandie wieder einige tage her. in den beiden letzten etappen ging es richtig in die berge. ich war am samstag guter dinge und fühlte mich eigentlich wohl. aber am letzten aufstieg musste ich erkennen, dass noch etwas arbeit vor mir liegt, damit ich wieder ganz vorne mitfahren kann. natürlich war das kalte und nasse wetter auch keine hilfe. am sonntag fühlte ich mich wieder sehr gut. bereits am ersten von den drei bergen gab es eine fluchtgruppe. mein ziel an dieser etappe war es, in einer solchen fluchtgruppe die chance zu suchen. nachdem ich gemerkt habe, dass ein paar fahrer vorne weggefahren sind, entschied ich mich die gruppe aufzuholen. so verabschiedete ich mich am ersten berg alleine vom feld und fuhr nach vorn. ich war überrascht, als ich die spitzengruppe relativ schnell eingeholt habe. leider war aber in der spitzengruppe weening vertreten, welcher im gesamtklassement nur 1min. rückstand auf den leader hatte. so machte das feld auf der fläche richtig tempo und schnappte uns leider bereits vor dem letzten anstieg.
nun habe ich mich bereits vom der tour de romandie erhohlt und starte in die vorbereitung zur tour de suisse. dazu werde ich wie letztes jahr wieder ein höhentrainingslager auf dem passo san pellegrino absolvieren. dazu werde ich aber in den nächsten tagen noch etwas schreiben.
grüsse, oliver
1. mai 2010, 1. - 3. etappe tour de romandie
hallo
nach vier tagen an der tour de romandie melde ich mich wieder. zuerst einmal war es bis jetzt eine sehr schöne rundfahrt. natürlich bekommt man nicht immer alles von der landschaft mit, aber nur schon das wetter war perfekt. leider sieht es für dieses wochenende nicht mehr so rosig aus mit dem wetter, aber mal schauen.
nachdem wir am dienstag den prolog absolviert haben, warteten in den darauffolgenden tagen zwei anspruchsvolle etappen. es waren nicht die grossen berge vorhanden, aber es ging ständig auf und ab. für mich gab es viel arbeit im team. mit den leadern kreuziger, basso und sagan ist meine rolle natürlich klar. aber ich habe nicht erwartet, dass ich meine freiheiten bekommen werde an dieser rundfahrt. in der ersten etappe nahmen wir dann auch das zepter in die hand und führten das feld mehrheitlich an, zusammen mit lampre. der einsatz hat sich gelohnt, als sagan dann den sprint für sich entscheiden konnte und ins leadertrikot schlüpfte. so mussten wir an der zweiten etappe natürlich wieder die kontrolle im feld übernehmen und die flüchtlinge einholen, was auch sehr gut gelang. im zeitfahren gestern ging es mir in erster linie darum, mich nicht völlig zu verausgaben, damit ich bei der heutigen und morgigen schweren etappe gut bei kräften bin.
allgemein kann ich sagen, dass ich mich besser fühle, als ich zu beginn der rundfahrt geglaubt habe. der giro del trentino hat mir doch noch einen kleinen formschub verleiht. ich freue mich natürlich darüber und hoffe so, dass ich unsere leader bestmöglich unterstützen kann.
viele grüsse, oliver
27. april 2010, prolog tour de romandie
salutti
nachdem ich mich gut vom harten giro del trentino erholt habe, ging ich am montag richtung westschweiz um dort mein team zu treffen. viel haben wir noch nicht besprochen, da ja erst der prolog auf dem programm stand. wir haben mit kreuziger, basso und co. eine ganz gute truppe zusammen.
heute liefs mir nicht schlecht. natürlich ist der 113. rang nicht berauschend, aber ich fühlte mich ganz gut. morgen gehts von porrentruy richtung lac de neuchatel nach fleurier. das gelände ist ziemlich coupiert, was die etappe recht hart machen wird. ich denke, dass morgen eine fluchtgruppe gute chancen haben wird, um bis ins ziel durchzuhalten.
grüsse, oliver
24. april 2010
hola amigos
nun bin ich wieder zu hause im tessin bei meiner familie und habe bereits das pensum für den heutigen tag absolviert. eine eher lockere ausfahrt, um meine beine nach der schweren trentino rundfahrt wieder regenerieren zu lassen.
die gestrige harte schlussetappe hatte es wirklich in sich. nachdem eine spitzengruppe über 5min. vorsprung herausgefahren hatte, musste das feld reagieren. da wir mit ivan basso einen kandidaten an vorderster front hatten, haben wir liquigas-leute den vorsprung der spitzengruppe schmelzen lassen. das war ein hartes stück arbeit. ich fuhr dann als 73. ins ziel. meine form ist noch nicht dort, wo ich sie haben möchte. aber langsam kommt es besser.
nun bin ich ein paar tage zu hause, bevor am 27. april die tour de romandie beginnt. obwohl ich noch ein wenig zeit für eine gute form brauche, freue ich mich auf die tour de romandie, da es jedesmal schön ist vor heimischem publikum auftreten zu können. die stimmung am strassenrand ist jedesmal gut und meistens wird man von freunden und familie angefeuert, was natürlich zusätzlich motivierend ist.
grüsse aus dem tessin, oliver
22. april 2010, giro del trentino
hallo
gestern stand eine sehr harte etappe auf dem plan. die zwei berge in der zweiten hälfte der etappe hatten es in sich. für mich gab es keinen gemütlichen start, sondern es wurde fast von beginn an attackiert. ich ging ebenfalls ein paar mal mit und fand nach 35km unterschlupf in der fluchtgruppe des tages. am ersten der beiden aufstiege fiel unsere gruppe auseinander. ich hielt mich in der ersten auf. und so nahm ich auch den schlussanstieg mit der spitze in angriff. jedoch wurde das tempo irgendwann zu hoch und von hinten kamen die favoriten angebraust. die kräfte reichten dann nicht, um nach über vier stunden flucht auch noch vorne mitzuhalten. so klassierte ich mich im 57. rang. für meinen aufbau nach der grippe brauche ich noch zeit. mal schauen wie sich meine form noch entwickelt.
heute stand bereits zu beginn ein berg an. danach gab es noch zwei kleinere aufsteige. ich kam mit dem feld ins ziel. morgen geht es dann nochmals hart zu und her. vor allem der steile schlussaufstieg wird es in sich haben.
bis dann, oliver
21. april 2010, giro del trentino
salutti
seit dem gestrigen dienstag stehe ich am giro del trentino im einsatz. die baskenland-rundfahrt, welche ich krankheitshalber aufgegeben habe, hinterliess natürlich ihre spuren. ich versuchte mich gut von diesen strapazen zu erholen und mich auf die nächsten rennen zu konzentrieren. allen voran den giro del trentino und die anschliessende tour de romandie. da die erholungszeit von der krankheitsbedingten aufgabe bei der baskenland-rundfahrt nicht sehr gross war, weiss ich nicht recht wo ich stehe. ich werde dies in den kommenden tagen natürlich herausfinden. nach dem zeitfahren von gestern, welches ich im 121. rang beendete, gibt mir nicht wirklich anhaltspunkte. heute steht bereits eine sehr schwere etappe mit zwei harten bergen auf dem programm, wobei auf dem zweiten die bergankunft ist. ihr hört bald wieder von mir...
grüsse, oliver
8. april 2010, baskenland-rundfahrt
hallo freunde
nachdem ich mich zu hause im tessin gut von der settimana int. coppi e bartali erholt habe, ging ich am 2. april richtung spanien an den gp miguel indurain und am 5. april dann zur baskenland-rundfahrt. am vortag zur abreise nach spanien habe ich mich leider nicht mehr so gut gefühlt. so kam es, dass ich krank nach spanien reiste. ich fuhr also stark geschwächt den gp miguel indurain sowie knapp vier etappen der baskenland-rundfahrt. heute habe ich die rundfahrt aufgegeben, da es einfach keinen sinn machte, mich noch weiter durchzuquälen. nun werde ich mich versuchen schnellst möglich zu erholen, damit ich voller frische bei den nächsten rennen an den start gehen kann.
ciao ciao, oliver
29. märz 2010

ciao a tutti
vom dienstag, 23. märz bis samstag, 27. märz fuhr ich die settimana internazionale coppi e bartali. im vorfeld dieser rundfahrt habe ich gut trainiert und hatte erst zwei renntage in den beinen. ich wusste daher nicht wirklich wo ich mit meiner form stand. ich freute mich aber sehr auf die einsätze, welche mich nun so richtig in die neue saison starten liessen.
am ersten tag absolvierten wir zwei halbetappen. am morgen einen flachen rundkurs und am nachmittag ein mannschaftszeitfahren. die erste halbetappe gewann mein teamkollege chicci und am nachmittag gewannen wir das mannschaftszeitfahren. ich war zwar ziemlich kaputt nach diesem tag, fühlte mich aber sehr gut. am nächsten tag folgte bereits eine harte etappe, mit einem anspruchsvollen schlussteil. ich kam mit nur ein paar sekunden rückstand mit der verfolgergruppe ins ziel und wurde nach dieser etappe ins leadertrickot des gesamtführenden eingekleidet. das war natürlich ein toller moment. ich wusste aber, dass es bereits am darauffolgendem tag nochmals so richtig zur sache gehen würde. natürlich versuchte ich das leadertrickot zu behalten. doch mit noch wenig renntagen in den beinen konnte ich das tempo an der spitze noch nicht mitgehen und so verlierte ich das leadertrickot wieder. allerdings blieb es innerhalb der mannschaft, bei meinem kollegen ivan santaromita. für ihn arbeitete ich in den nächsten tagen erfolgreich und so gewann er schlussendlich auch die rundfahrt.
ich fühlte mich während der ganzen zeit recht gut. nach diesen harten renntagen werde ich mich nun ein wenig erholen bei nicht all zu harten trainings. ich denke, dass diese vergangenen einsätze meine form weiter in fahrt kommen lassen. am 3. april geht es weiter mit dem gp miguel indurain und zwei tage darauf mit der baskenland-rundfahrt. mal schauen wie es mir dort ergehen wird.
bis bald, oliver
28. februar 2010

salutti
gestern samstag und heute sonntag fuhr ich meine ersten beiden rennen der saison. gestern war es der gp dell'insubria und heute der gp di lugano. beim gp dell'insubria klassierte ich mich als 24. und kam mit der zweiten gruppe ins ziel. der parcours war vor allem am schluss anspruchsvoll, als zwei giftige steigungen zu bezwingen waren. das rennen wurde erst gegen den schluss richtig schnell. nach der langen rennpause muss ich mich erst noch an das tempo und die härte gewöhnen. ich fühlte mich nicht sonderlich gut und bin somit mit meinem 24. rang recht zufrieden.
der heutige tag beim gp di lugano war etwas kurios. zuerst eimal war das wetter nicht sonderlich motivierend. es regnete ständig und die temperatur stieg kaum über die fünf grad marke. zum andern gab es einen fahrerstreik während dem rennen. aber der reihe nach: nach ca. 25km setzte sich eine ca. 30 mann starke gruppe ab, in der ich ebenfalls unterschlupf gefunden hatte. wir wurden allerdings nach zwei von fünf runden wieder gestellt. in der dritten runde, im aufstieg zum bergpreis, hielt dann das peleton plötzlich still. dies weil uns zum teil autos entgegen fuhren und jemand sogar mit einem auto zusammenprallte. so fand die mehrheit des peletons, dass die sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. ca. 40 fahrer, darunter auch ich, fuhren jedoch das rennen zu ende. allerdings waren mir die bedingungen einfach zu schlecht. der kalte regen "schockte" meine beine zu sehr und ich fuhr das rennen noch irgendwie zu ende. am schluss klassierte ich mich als 34., was aber nebensächlich ist. für mich zählt momentan vor allem, dass ich den rennrythmus finde und mir eine gewisse spritzigkeit holen kann.
ich freue mich nun auf die nächsten rennen in drei wochen, bei hoffentlich besserem wetter:-).
euer oliver
11. februar 2010
hallo freunde
mittlerweile bin ich mit der mannschaft bzw. mit einem teil meiner mannschaft in cecina (IT) im trainingslager. einige andere befinden sich in quatar und wiederum andere haben sich auf teneriffa verirrt. hier sind wir 13 fahrer, welche seit dem 5. februar bei einigermassen guten temparaturen trainieren können. habe in den letzten tagen noch bemerkt, dass ich der einzige hier bin, welcher noch keine rennen in den beinen hat, was sich aber bald ändern wird. denn wie ich bereits das letzte mal angetönt habe, kommt es zu einer änderung in meinem rennplan. meine saison startet nicht wie vorgesehen ende märz, sondern bereits ende februar. am 27. februar bin ich beim gp dell'insubria-lugano am start und einen tag darauf am 28. februar folgt bereits das zweite rennen mit dem gp lugano. ich freue mich sehr, dass meine saison früher als erwartet beginnt. die wintermonate sind schon ziemlich hart. das schönste am radrennsport sind halt immernoch die ernstkämpfe, in welchen man sich messen kann und die fortschritte sieht. durch diese umstellung kommt das trainingslager, welches übrigens bis am 13. februar dauert, gelegen. hier kann ich die intensität und das volumen meines trainings erhöhen, damit ich langsam aber sicher an härte gewinne und sich mein körper auf ernstkämpfe einstellen kann.
melde mich wieder und bis bald...oliver
3. februar 2010
ciao a tutti
einmal mehr bin ich froh, dass ich und meine familie im tessin zu hause sind. obwohl es ebenfalls kalt war in den letzten tagen und wochen, war dies nichts im vergleich zum rest der schweiz. ich konnte also immer sehr gut auf dem rad trainieren, zwar gut eingepackt, aber auf schneefreien strassen.
der fokus in meinen aktuellen trainingseinheiten liegt vor allem im kraftbereich und im rythmuswechsel. als ergänzung und in meinen augen auch als sehr wirkungsvolles training gehe ich drei mal die woche ins schwimmbad. dort schwimme ich länge um länge. dabei profitiert die muskulatur am ganzen körper und dies auf schonende weise. mit diesem training können vor allem verletzungen bzw. beschwerden im anatomen bereich vorgebeugt werden.
ich erfreue mich bereits einer guten verfassung und fühle mich auf dem velo pudelwohl. mein vorbereitungsprogramm habe ich dennoch dezent gestaltet, da ich ein einstieg in die rennsaison erst im märz erwartet habe. nun sieht es allerdings so aus, dass ich bereits früher am renngeschehen teilnehmen werde. sobald ich mehr weiss, erfährt ihr dies natürlich auf der homepage. bis dahin grüsse ich euch herzlich.
oliver
11. januar 2010
hallo freunde
die festtage habe ich sehr genossen und ich verbrachte ein paar ruhige tage im tessin sowie im zürcher oberland. die pflicht ist aber schnell zurückgekehrt und dies bedeutet, dass ich die letzten tage fleissig auf dem rad trainierte. ich merke, dass ich bereits eine gute form habe. da meine saison erst im märz beginnt, muss ich noch mich aber noch ein wenig im zaun halten und streue ab und zu ruhigere trainingsphasen mitein. ansonsten trainiere ich nach meinem trainingsplan und es ist toll, dass ich mich bereits so früh so gut fühle. wenn die ersten rennen gefahren werden, wird es mich bestimmt auch langsam kitzeln. so werde ich im märz sicher heiss sein auf meine ersten rennen. das detaillierte trainingsprogramm werde ich demnächst auf die homepage stellen.
saluti, oliver
24. dezember 2009
sali zäme
vorgestern kam ich aus dem zweiten trainingslager zurück nach hause ins tessin. eine woche verbrachten wir mit liquigas in spanien, genauer in benicassim. das liegt am meer, etwas nördlich von valencia. auch dort bekamen wir das kühle wetter zu spüren. nachdem wir ende november auf dem passo san pellegrino noch mit schneeschuhen unterwegs waren, konnten wir in spanien die ersten kilometer mit dem rennrad absolvieren. es ergaben sich ca. 2.5h bis 4h tägliches training auf dem rad. daneben hatten wir noch täglich ca. 1h gymnastik, was ein ausgleich darstellen und ein besseres wohlbefinden erwirken sollte.
nach acht tagen trainingslager fühle ich mich bereits wieder wohl auf dem rad und der erste kleine schritt richtung erfolgreiche saison 2010 ist getan. zu grosse schritte darf ich noch nicht machen, da meine saison erst im märz so richtig beginnt. eine grobplanung haben wir gemacht. ich werde den fokus im sommer auf die tour de romandie sowie tour de suisse legen und im herbst wie fast schon gewohnt die vuelta fahren. diese daten sind mehr oder weniger fix.
nun geniesse ich die weihnachtszeit mit meiner familie und melde mich bestimmt im neuen jahr wieder, wenn dann die ernsteinsätze langsam doch näher kommen.
ich wünsche euch liebe radsportfreunde und besucher meiner homepage frohe weihnachten, besinnnliche festtage sowie einen tollen start ins 2010.
in dem sinne - prosit - und bis bald...
euer oliver
24. november 2009, rückblick saison 2009 ciao a tutti
für die saison 2009 kann ich durchwegs ein positives fazit ziehen. sie war geprägt durch meine rolle als helfer für ivan basso. so war es schwierig, viele topplatzierungen zu erreichen. dennoch blieben auch diese nicht aus. die tour de suisse, an welcher ich zweimal vierter und einmal fünfter wurde, ist da sicher besonders zu erwähnen. bis zum schlusszeitfahren befand ich mich dort auch im gesamtklassement in den topten. an der vuelta a españa hatte ich zu beginn mit einem hexenschuss zu kämpfen, konnte aber ab der mitte der rundfahrt ivan basso in den bergen meine voll unterstützung bieten. wie fast jedes jahr, fuhr ich auch eine starke lombardei-rundfahrt und klassierte mich dort als 19.
das schönste erlebnis m 2009 war allerdings nicht sportlicher natur. die geburt meiner tochter im august war natürlich das highlight und brachte auch privates glück. nach dem anstrengenden sportlichen herbst kann ich nun während der rennpause das familienleben geniessen. doch bereits nächstes wochenende, am 28. november, steht das erste trainingslager mit liquigas auf dem programm. die gesamte mannschaft kommt auf dem passo san pellegrino zusammen und plant die nächste saison. natürlich wird die zusammenkunft auch für den teamzusammenhalt genutzt und so werden wir bestimmt einige dinge unternehmen. im november habe ich rund drei wochen kein training absolviert, wobei das training nun langsam wieder beginnen wird. neben dem strassenrad steht vor allem biken und schwimmen auf dem tagesplan.
>> resultate 2009

16. oktober 2009, Giro di Lombardia
ciao a tutti
morgen samstag steht das letzte rennen meiner diesjährigen saison auf dem plan. es wird der giro di lombardia sein. nach der guten form an der wm spürte ich die strapazen der letzten harten wochen. ich war ziemlich müde und so gönnte ich meinem körper die nötige erhohlung. ich fuhr nur wenige kilometer und nicht besonders hart. ich startete dann letzten samstag am giro dell'emilia. obwohl ich nicht allzu viel erwartet habe, lief das rennen ganz ordentlich und ich fühlte mich gut. für den giro di lombardia ging am mittwoch ich mit basso und weiteren teamkollegen nach italien, wo wir den schlussteil des rennens erkundeten. ich bin nochmals richtig motiviert für den abschluss der saison und hoffe, dass ich am samstag in aktion treten kann, entweder als helfer für basso oder auch für mich selber. ich freue mich und werde nach dem rennen die fahrt resümieren...
bis dann, gruss oliver

27. september 2009, nach der WM in Mendrisio!
hallo zusammen
das war eine ziemlich anstrengende angelegenheit heute! die taktik war klar auf cancellara ausgerichtet. denn er ist momentan in absoluter topform. die ersten runden war es schnell, bis sich eine gruppe absetzten konnte. diese lies man auch gewähren. je länger das rennen dauerte, desto mehr drückten die "grossen" nationen wie italien auf die tube. visconti und scarponi forcierten am anstieg das tempo. und es löste sich eine erste und zweite verfolgergruppe. ich war in der zweiten verfolgergruppe dabei, wie auch rubens bertogliati. in der ersten verfolgergruppe war albasini dabei. die zwei verfolgergruppen schlossen bald zusammen und die italiener hielten das tempo relativ hoch. es war aber eine komische situation, da die grössten favoriten von italien, spanien und auch der schweiz noch hinten im feld waren. auf der einen seite wollte man die gruppe vorne halte, da fahrer wie ballan und boonen vertreten waren und auf der anderen seite das feld mit den favoriten wieder rankommen lassen. drei runden vor schluss gab es ständig angriffe aus der spitzengruppe, wobei ich in der steigung mit kirchen, rodrigues davon fuhr. inzwischen hatten die spanier im feld das zepter übernommen und fuhren die steigung voll hoch. bald stiessen cancellara, valverde, evans etc. zu uns vor. auf der fläche habe ich das tempo für cancellara gemacht und führte die spitzengruppe in die steigung. dann musste ich abreissen lassen.
ich konnte mich schliesslich im 28. rang klassieren und bin mit dem rennen sehr zufrieden. ich fühlte mich von anfang an stark, war vorne präsent und konnte so hilfreiche dienste für cancellara leisten. leider reichte es für fabian nicht für eine medallie.
saluti, oliver
23. september 2009, noch 4 tage bis zur wm!   sali zäme
nur noch vier tage, dann startet das strassenrennen in mendrisio! nachdem ich am montag gut zu hause im tessin angekommen bin, warteten bereits einige termine auf mich und ich musste gleich wieder losdüsen;-). ich habe zwei tage kaum trainiert um mich zu erholen. morgen mach ich eine nicht allzu strenge fahrt von 4-5 stunden, um meine beine nochmals zu schonen. nach gut fünf jahren als profi weiss ich mittlerweile, was für meinen körper am besten ist und wie ich mich auf solche rennen wie am sonntag vorbereiten soll. ebenfalls morgen rücke ich ins schweizer "lager" nach serpiano auf, wo sich die schweizer nationalmannschaft treffen wird. ich freue mich auf die kommenden tage und fühle mich gut. beste voraussetzungen für das rennen am sonntag:-). ich werde mich in den kommenden tagen nochmals melden. dann kann ich vielleicht noch etwas mehr bezüglich meiner taktik im rennen berichten...
gruss, oliver
21. september 2009, vorbereitung auf die wm
hallo fans
die vuelta a españa ging gestern zu ende. ich bin ganz zufrieden mit meiner leistung. im vordergrund stand, wie schon erwähnt, die arbeit für unseren captain ivan basso. leider - sowohl für ivan basso als auch für die mannschaft - hat es für basso am schluss nicht aufs treppchen gereicht. nach anfänglichen rückenpoblemen konnte ich ab dem zweiten ruhetag gute helferdienste verrichten. ich fühlte mich mit jedem tag ein bisschen stärker, was mir mut für die weltmeisterschaften in mendrisio macht. nun heisst es, mich gut zu erholen, da die müdigkeit nach einer dreiwöchigen rundfahrt natürlich schon zu spüren ist.
ich freue mich aber extrem auf die wm. diese vor heimischem publikum, im schweizer nationaltricot, mit einem guten team sowie auf einer sehr anspruchsvollen strecke fahren zu dürfen ist schon etwas sehr spezielles. ich werde in den kommenden tagen mehr zur wm berichten...
bis bald, euer oliver

18. september 2009, 19. etappe

ciao a tutti
nun sind die beiden letzten bergetappen der vuelta hinter uns. ich musste nochmals viel arbeiten bei miesem wetter. ansonsten veränderte sich im gesamtklassement um ivan basso nicht allzuviel. auch sonst gibt es aus meiner optik an der vuelta keine besonderen geschehnisse in den letzten tagen.
doch letzten montag erreichte mich die nachricht, dass ich definitiv für die weltmeisterschaft in mendrisio selektioniert bin. das freut mich natürlich riesig! ich bin für das rennen vor heimischem publikum sehr motiviert und bin geehrt teil der nationalmannschaft sein zu dürfen. ich bin froh geht die vuelta bald zu ende. ich fühle mich aber sehr gut und es lief in den letzten etappen von tag zu tag besser. eine gute erhohlung nach der vuelta wird sehr wichtig sein, um in mendrisio gut fahren zu können, was ich natürlich hoffe.
wäre schön wenn der eine oder andere den weg ins tessin an die wm findet. die stimmung ist sicher sehr gut und auf dieser selektiven strecke wird bestimmt auch für genug spektakel gesorgt sein;-)
liebe grüsse, oliver
12. september 2009, 13. etappe

hola amigos
nach dem ruhetag am donnerstag folgten die beiden schweren etappen vom freitag und samstag. am freitag war das wetter zum glück nicht allzu heiss. dennoch fühlte ich mich nicht so super und musste am letzten berg auch bald abreissen lassen.
doch
heute bei der 13. etappe fühlte ich mich einiges besser und konnte am letzten berg noch gute führungsarbeit für basso leisten. die gruppe um die favoriten wurde so immer kleiner. als meine arbeit getan war, fuhr ich mit einer grösseren gruppe gemächlich richung ziel.
morgen sonntag gibts nochmals einen langen schlussaufstieg. unser ziel wird wieder sein, für tempo zu sorgen und versuchen die anderen mitfavoriten wie valverde, gesink usw. in schwierigkeiten zu bringen. basso hat noch einiges an rückstand und sollte unbedingt noch zeit gutmachen. wir hoffen natürlich dass uns dies gelingt...
saludos, oliver
10. september 2009, ruhetag hallo zusammen
die 11. etappe vom mittwoch war für mich ziemlich hart. ich habe mit silvester smyd zusammen vom letzten berg an abwechselnd das tempo gemacht. nach dem berg war dann das feld auch sehr dezimiert. fast alle guten sprinter waren weg. daniele bennati, unser sprinter, war aber noch bei uns im feld. also spannte das ganze team zusammen und machte bis am schluss das tempo. leider ging es zum schluss nicht mehr auf, so dass bei dieser arbeit nichts herausschaute.
für mich persönlich war aber die erkenntnis da, dass der rücken nicht mehr so viele probleme bereitet. ich bekam wieder druck auf die pedalen und konnte aus dem sattel gehen. da bin ich sehr froh darüber.
heute hatten wir dann den zweiten ruhetag, welcher vielen sicher gelegen kommt. die elf etappen spürt man nun doch in den beinen. wir fuhren mit dem team zwei stunden aus und liessen uns danach massieren. die erholung gestaltet jeder ein bisschen nach seinem eigenen gusto. die meisten sind aber auf dem zimmer, lesen etwas oder hören musik.
morgen steht ein happiges programm vor uns. während knapp 180km sind zwei berge der 1. kategorie und der schlussaufstieg der höchsten kategorie zu bewältigen. dazwischen gibt es dann noch einer der dritten kategorie. eigentlich geht es nur den berg rauf, wieder runter, dann wieder hoch und wieder runter usw.! ich hoffe, dass ich die volle leistung abrufen kann um einen guten job zu machen. ich fühle mich gut und bin mir guter dinge. ich werde dann berichten, wie es mir ergangen ist.
grüsse, oliver
8. september 2009, 10. etappe
ciao a tutti
nach der harten 8. etappe, welche ich mit dem hexenschuss gefahren bin, geht es mir nach der 10. etappe schon deutlich besser. ich fuhr zwar die 9. etappe nochmals im gruppetto und verlor viel zeit auf den sieger, doch konnte ich bereits mehr gas geben als tags zuvor.
heute klassierte ich mich als 35. und kam mit ivan basso und all den andern favoriten ins ziel. beim letzten aufstieg war ich vorne mit dabei und konnte zusammen mit roman kreuziger auf das tempo drücken. leider konnte ich noch nicht aus dem sattel gehen, da der rücken noch zu fest schmerzte. doch ich merke wie es von tag zu tag besser geht. nach den morgigen 200km sowie dem ruhetag von donnerstag sollte ich wieder bereit sein für die richtig schweren berge. dort möchte ich für unseren leader basso alles geben.
gestern nach der 9. etappe war es ein grosses chaos. um an die busse zu gelangen mussten wir wieder zurückfahren. gleichzeitig bewegten sich die grossen zuschauermassen auch richtung tal. das war ziemlich schlecht organisiert gewesen. nach so langer zeit auf dem sattel möchte man möglichst rasch in den teambus. das kostete vielen fahren noch nerven;-).
a presto, oliver
6. september 2009, 8. etappe
hola amigos
heute ging es das erste mal richtig in die berge. vier berge der 3. kategorie, drei berge der 2. kategorie sowie ein berg der höchsten kategorie waren zu bewältigen. die temperaturen waren nicht mehr allzu hoch, so war dies kein zusätzliches hindernis.
ich klassierte mich im 156. rang, mit über 29min. rückstand. allerdings ist dies für mich nebensache, da ich froh bin überhaupt ins ziel gekommen zu sein. denn nach dem gestrigen zeitfahren habe ich mir bei einer dummen bewegung einen hexenschuss eingefangen. ich fuhr also die ganze heutige etappe mit meinem stechenden und steifen rücken! ich hoffe nun einfach, dass es morgen bereits ein wenig besser geht. ansonsten wäre es wieder eine ziemliche qual und könnte so auch ivan basso nicht unterstützen.
morgen wartet auch wieder eine schwere etappe auf uns. der letzte anstieg wird zwar nicht so lange sein, aber etwas steiler als der schlussanstieg von heute. mal sehen wies mir und meinem rücken ergeht, sons heisst es wieder gruppetto;-)...
hasta luego, oliver
3. september 2009, 5. etappe hallo
der tapetenwechsel von holland bzw. belgien nach spanien war doch intensiver als ich gedacht habe! nach den spärlichen sonnenstunden im norden bekommen wir hier genug. wir fuhren heute in der brütenden hitze von ca. 35grad. mir kommt dieses wetter allerdings recht. trotzdem muss man sich zuerst wieder an diese hitze gewöhnen.
dass auch die spanier radsportbegeistert sind, zeigte sich einmal mehr am start in tarragona. diese masse an zuschauern ist scho entwas sehr schönes und motiviert zusätzlich.
im heutigen rennen klassierte ich mich als 76. im grossen hauptfeld. die schlussphase war nervös. das gedränge um die vorderen plätze war nichts für schwache nerven. meine aufgabe während der vuelta besteht darin, bei ivan basso zu bleiben. auch wenn es dann in die berge geht, möchte ich ihn dort voll unterstützen. und die richtig schweren berge kommen ab sonntag!
nach dem zieleinlauf in vinaros hatten wir wiederum einen langen transfer von ca. 150km. dies muss halt manchmal sein, auch wenn es für die fahrer nicht so angenehm ist.
in der 6. etappe geht es dann über 176km von xativa nach xativa. das profil sieht hügelig aus. ein paar bergwertungen der 3. kategorie sind auch dabei. mal schauen was sich ergeben wird...
viele grüsse aus spanien, oliver
2. september 2009, ruhetag
hi fans
heute ist bereits der erste ruhetag und diesen verbringen wir in spanien. denn bereits gestern nach der etappe mit ziel in lüttich sind wir nach spanien geflogen.
eigentlich bin ich ganz froh sind wir in spanien angekommen, denn in holland und belgien war das wetter nun wirklich nicht sonderlich gut. die temperaturen bewegten sich kaum über den 20grad. zudem kam meistens noch ein regenguss hinzu. vor allem gestern, auf der langen etappe von venlo nach lüttich fielen die regentropfen nur so vom himmel. neben der tatsache, dass dies zusammen mit der kälte einfach unangenehm ist, kam hinzu, dass die strassen mit der nässe sehr rutschig wurden. so gab es einen sturz nach dem andern. zum guten glück riss es mich nie vom rad und kam heil im ziel an. auch am massensturz kurz vor dem ziel kam ich vorbei. solche etappen sind extrem erschöpfend, da man ständig auf der hut sein muss. schliesslich klassierte ich mich im 37. rang.
morgen führt die etappe dann von tarragona nach vinaros. die 174km haben ein paar ansteige im profil. es gilt auf der hut zu sein und an den wichtigen momenten vorne zu fahren. nach dem zieleinlauf werden wir uns noch weiter in den süden verschieben, wo dann in xativa die 6. etappe startet, welche recht anspruchsvoll sein wird.
30. august 2009, 2. etappe
wie immer bei grösseren rundfahrten sind die ersten etappen sehr nervös! so gab es auch bei der heutigen etappe viele stürze. das rennen war zu vergleichen mit einem amstel gold race. es gab einige kopfsteinpflaster-abschnitte und oftmals waren die strassen sehr eng. und es hatte wieder einmal, wie so oft hier im norden, extreme zuschauermassen am strassenrand. da herrscht eine sehr gute stimmung. ich blieb zum glück von stürzen verschont und hielt mich meistens im vorderen drittel des feldes auf. leider fuhr ich ca. 6km vor dem ziel einen platten ein. so verlor ich natürlich den anschluss, musste mich nach vorne kämpfen. das feld splittete sich schliesslich in drei teile auf. ich verlor 30sek. auf den sieger ciolek und klassierte mich als 159.
morgen hoffe ich weiter von stürzen verschont zu bleiben. das rennen wird bestimmt wieder schnell werden, denn es warten 189 flache km auf uns.
gruss oliver
29. august 2009, 1. etappe
hallo freunde
der prolog der vuelta ist absolviert. wie ich erahnt habe, war es ein extrem schneller prolog, ohne grosse schwierigkeiten. da musste man einfach durchziehen was ging. ich klassierte mich als 191. ja das wahr wohl nix. leider hatte ich ein wenig pech mit meiner startzeit. denn nach der ersten kurve kam ein kräftiger platzregen, mit wind und ordentlichen böen. diese wetterkapriolen führten unter anderem dazu, dass ich ein solcher zeitverlust hinnehmen musste. natürlich ist das zeitfahren nicht meine paradedisziplin, aber dennoch finde ich mich nicht oft in den letzten rängen wieder;-). ich nehme das aber nicht tragisch, sondern bin sehr motiviert für die kommenden drei wochen. denn mein ziel an der vuelt ist es auch, mich für die weltmeisterschaften in mendrisio zu empfehlen.
morgen geht es von assen richtung emmen. 203.7 flache km sind somit zu absolvieren. so eine flache etappe kann es fast nur in den "niederlanden" geben;-). die sprintermannschaften werden wohl die etappe kontrollieren und am schluss den sieg unter sich ausmachen. ich sehe kaum möglichkeiten, dass eine gruppe mit vorsprung ins ziel kommt. für mich persönlich lautet die aufgabe; kräfte sparen und sich gut für die richtig schweren etappen einrollen.
ich melde mich morgen nach der etappe wieder...
bis bald, oliver
29. august 2009, vor der 1. etappe
hallo radsportfreunde
nun geht es endlich los. die vuelta a españa. ich bin bereits seit mittwoch in holland. wir haben hier ein angenehmes hotel und auch das essen ist ganz ok. in den letzten tagen verbrachten wir die zeit vor allem mit trainieren, interviews, fototerminen und massagen. nun bin ich aber froh, dass die rundfahrt beginnt. im übrigen werde ich jeden tag ein paar sätze über meine erfahrungen und erlebnisse an der vuelta auf meiner website schreiben.
es erwartet uns heute ein zeitfahren über 4.8km auf der moto-rennstrecke in assen. gestern haben wir noch die strecke besichtigt. es wird schon eine spezielle sache sein, auf einer rennstrecke zu fahren. ist mal etwas anderes als in einer stadt durch enge gassen zu flitzen. ich gebe natürlich mein bestes und versuche nicht allzuviel zeit zu verlieren;-).
in dieser rundfahrt werde ich vor allem unserem team-captain ivan basso zur seite stehen. er ist in einer tollen verfassung und ist meiner meinung nach durchaus in der lage, die rundfahrt zu gewinnen. meine hilfe wird er sicherlich in den bergetappen erhalten. wir werden sehen was sich während der rundfahrt entwickelt, evt. bekomme ich gewisse freiheiten und kann vielleicht einige gute platzierungen erzielen, oder sogar eine etappe gewinnen...
lieber gruss, oliver
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